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April122013

Reduce at any cost

Microsoft erwägt doch tatsälich die Rückkehr des Start-Buttons. Ich darf mich mal eben selbst zitieren, wie ich einem Leser von Winfuture, der den Start-Button zurückzuverlangen als Kinderei abtat, antwortete:

Es geht darum, dass es totaler Schwachsinn ist, vorhandene und notwendige Funktionalitäten so zu verstecken, dass man diese erst mühsam suchen muss. Das betrifft nicht nur den Startbutton in Windows, sondern z.B. auch das standardmäßige Fehlen der Fensterknöpfe zum Minimieren und Maximieren in GNOME-Shell (Linux), das betrifft den fehlenden Dialog zum einstellen der Schriftarten in GNOME-Shell (wobei hier zumindest die Möglichkeit zum Einstellen der DPI-Zahl nötig ist), und und und ... und das alles, weil sie alle, aber wirklich alle, wie die Lemminge mal wieder -und jetzt kommt's- Apple und deren Bemühungen, nur wirklich nötig grafische Elemente anzuzeigen, hinterherrennen. Deren Slogan jedoch war "Reduce To The Max" ("Reduzieren bis auf's Maximum") und nicht "Reduce at any cost" ("Reduzieren um jeden Preis"). Der Streit um den Startbutton hat mehr Kontroverse ausgelöst, als der Wechsel des Schließen-Fenster-Elements von links nach rechts beim Übergang von Windows 3.11 zu Windows 95 (genaugenommen ist nur der Schließen-Knopf hinzugefügt worden) und somit die Zusammenlegung aller Fenstersteuerelemente in eine Ecke. Der Start-Button hat über 15 Jahre existiert und funktioniert, er war sogar für andere Benutzeroberflächen (KDE, BeOS, GNOME) Vorbild für einen einheitlichen Start-Punkt für so ziemlich alles, was man im System so anstellen konnte (im Gegensatz zu dem Chaos mit dem immer offenen Programm-Manager vorher). Warum also in aller Welt sollte man diesen Button entfernen müssen?
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