XC12 --> 1050

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Benutzeravatar18.02.2021 um 21:06 Uhr von Alex
Hallo Gemeinde,
ich bin in letzter Zeit auf ca. 30 Kassetten :notworthy: gestoßen, die erstaunlicher Weise zu 90% funktionieren.
Da ich noch eine Datasette habe konnte ich die Kassetten fast alle starten.
Es sind einige Orginale, und aber mehrfach Überspielungen vorhanden.

:?: Wie bekomme ich die Files von einer physischen XC12 auf eine physische 1050 oder XF551?

Ich entsinne mich an ein früheres Programm Namens Translater o.ä.

Wer kann da helden meine Wissenslücke zu schließen.

Grüße aus dem Harz von
Alex.
Re: XC12 --> 1050
Benutzeravatar19.02.2021 um 02:44 Uhr von skriegel
Hallo,

es gibt einige Programme, um Software von Kassette auf Diskette zu bringen. Schau mal im Mitgliederbereich (Home-Mitgliedschaft-Downloads-Downloads-Mitgliederbereich-Tool-Packs) nach dem TAPE-TOOL-PACK.

Es gibt noch mehr Programme, ich selber kenne mich damit aber nicht gut aus, aber einige Mitglieder wie dl7ukk, CharlieChaplin und andere werden da sicher noch einige Tipps geben können.
XC12 --> 1050
Benutzeravatar20.02.2021 um 14:02 Uhr von Erhard
Hi,

Alex hat geschrieben:Wie bekomme ich die Files von einer physischen XC12 auf eine physische 1050 oder XF551?Ich entsinne mich an ein früheres Programm Namens Translater o.ä.


1) ist das Kopieren von Cassetten auf Diskette nicht immer trivial, spätestens wenn irgendwelche Kopierschutzmechanismen verwendet wurden (und die erkennt man nicht immer sofort, eine Kopie klappt dann z.B. ab Level 5 nicht mehr)

2) Translator lädt ein 400/800 OS in einen XL/XE.

Beim Archivieren von Cassetten empfehle ich, wie folgt vorzugehen:

- man nehme einen gutes Stereo-HiFi-Cassettendeck
- einen PC / ein Notebook mit einer Soundkarte, die so wenig wie möglich Störgeräusche produziert und die mit mindestens 16 Bit und 44k1 Samplingrate in Stereo aufnehmen kann
- ein Programm zum Aufnehmen (z.B. Audacity)

Dann fertigt man eine Aufnahme, bei der man die Cassette einfach von vorn bis hinten abspielt und das Ganze auf dem PC als Wave-Datei mit einem maximalen Pegel von -3 dB abspeichert. (Der Pegel sollte so bemessen sein, daß möglichst an keiner Stelle die 100% Grenze überschritten wird).

Am besten beide Seiten der Cassette.

Dann bearbeitet man eine Kopie der Wave-Datei, erstellt einen Auszug der Datenspur in Mono). Dann mit A8CAS bearbeiten und beurteilt anhand der dort gewonnenen Daten, ob die Cassette eventuell einen Kopierschutz hat oder nicht. Gleichzeitig kann man mit A8CAS die Programmdateien (.CAS, .OBJ) für den Atari erstellen.

(A8CAS erfordert durchaus das Lesen der Doku)

Aus der .OBJ Datei kann man mit entsprechender Kenntnis dann eine .COM Datei für die Verwendung auf Disk erstellen.

Die original Wave-Datei sollte man sorgfältig aufbewahren, denn die ist am nächsten an der Cassette dran!

Ob es ein PC-Programm gibt, mit dem automatisch aus einer Cassettendatei eine unter DOS ladbare Datei erstellt werden kann weiß ich nicht.

Ich kenne ein Programm für den Atari namens BFCII, mit dem man von Cassette einlesen und auf Diskette schreiben kann, aber ob das auch bootbare Cassetten umwandeln kann, weiß ich nicht.

Wer keinen Bock auf die von mir beschriebene Archivierung hat kann ja darauf verzichten. Nur wenn die Cassette nach ein paar mal lesen dann doch Schrott ist wars das halt.

CU, Erhard
Re: XC12 --> 1050
20.02.2021 um 17:56 Uhr von CharlieChaplin
@Erhard: Könntest du mir mal das BFCII mailen? Bin neugierig... ;-) Ich vermute es ist ein simpler C/D Kopierer, doch vielleicht irre ich mich ja.

@Alex: Es gibt eigentlich so ziemlich alle A8 Tapes irgendwo als COM/XEX Dateien, sei es bei Homesoft, Fandal, Atarionline.pl und vielen anderen einschlägig bekannten Seiten zum Download. Man kann diese COM/XEX Dateien dann problemlos von einem Bootmenü, Gamedos o.ä. laden (und zwar von Disk, Harddisk, SIO2xyz-Gerät oder Flashcart/Multicart).

Wenn du dir aber unbedingt die Mühe machen willst, deine original Tapes auf Disk zu kopieren (und kein Hacker/Cracker bist), kannst du dazu div. Tape2Disk Programme verwenden. Ich benutze für multi-stage / mehrteilige Tapes ganz gerne C-Simulatoren, z.B. CSIM und CSIM 2 von Ralf David (gab es auch von Power per Post), Howfen DOS und Howfen Tape to Disk, LDS-C-Simulator, CASDIS und andere Programme. Für einteilige, nicht nachladende Boottapes kann man auch Supercopy und ähnliche Programme verwenden und das Tape dann in eine COM/XEX Datei oder eine Bootdisk umwandeln.

Last not least gibt es div. Software und Hardware Freezer, mit denen man problemlos eine Kopie von Cass. auf Disk anfertigen kann. Manche dieser Freezer benötigen sodann spez. Bootloader, die man vorher einladen muss, manche erstellen aber auch einfach Bootdisketten die selbststartend sind; auf Abbuc Magazin 32 findest du z.B. The Reset Machine, einen recht simplen "Freezer" der Bootdisketten von vielen Tapes erstellen kann.

Hier und da findet man auch mehrteilige Basic Tapes (z.B. von Europa), die leider unter DOS 2.x nicht laufen wollen - hier helfen CASDIS, uDOS, LiteDOS und DOS2XL mit ihrem viel niedrigeren memlo oftmals weiter. Aber wie gesagt, heutzutage findet man eigentlich alles in gehackter oder gecrackter Form irgendwo online zum Download.
XC12 --> 1050
Benutzeravatar25.02.2021 um 17:43 Uhr von Erhard
Hi,

CharlieChaplin hat geschrieben:Könntest du mir mal das BFCII mailen?


Siehe Anhang. Ist uralt.

BFCII.zip
(2.1 KiB) 8-mal heruntergeladen


CU, Erhard
Re: XC12 --> 1050
26.02.2021 um 21:14 Uhr von CharlieChaplin
@Erhard: Danke! BFCII ist wirklich uralt, habe diese Version und noch ca. drei weitere in meiner Sammlung (vom selben Autor stammt auch der Tape Bootloader BL/C). Leider ist es nur ein C<=>D Kopierer, d.h. das Programm konvertiert nix, man kann damit zwar Daten von Tape auf Disk kopieren, es sind dann aber immer noch (Boot-)Tapedaten oder A8 CAS-Files, die sich nicht so ohne weiteres von Diskette laden lassen. Man benötigt dann entweder einen C-Simulator o.ä. um die Daten von Diskette zu laden oder halt Programmierkenntnisse um daraus COM/XEX Dateien zu machen (die sich dann via DOS oder Gamedos laden lassen). Heutzutage ist das aber weitgehend unnötig, da so ziemlich alle A8 Tapes bereits irgendwo als Fileversionen für Diskette downloadbar sind.

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Wer es dennoch mal selber ausprobieren möchte, seine eigenen Tapes via Atari auf Disk zu kopieren, dem empfehle ich:

1) C/D Kopierer, die so ca. 50-60k Speicher auf einem 64k Computer zur Verfügung stellen oder Programme die XRAM supporten, damit man auch die längsten Tapes kopieren kann:
a) C/D-Copy 54k von M.Thiel
b) Turbo-Speed Copy 56k von devilsoft Berlin
c) Coolcopy XE von Vampiresoft (läuft nur unter DOS 2.5; 64k copy-buffer)
d) The Boss 50k von Polish Cracking Crew
e) V-Copy Blizzard V1.3-256k (192k copy-buffer)
f) V-Copy Blizzard V1.5-256k (192k copy-buffer)
g) Tape Copy 57k (mit Datenfenster!)
Einige dieser Kopierer findet man hier beim Abbuc im Mitgliederbereich bei den Tape-Tool-Packs zum Download, die anderen gibt es glaube ich alle bei atarionline.pl zum Download.

2) C-Simulatoren und ähnliche Programme, die 64k oder 128k supporten:
a) Howfen Tape to Disk (erstellt Bootdisketten, unterstützt XRAM; lädt nur ML-Programme)
b) C-Simulator und CSIM-II von Ralf David (nutzt DOS 2 Diskfiles, max. 16 Files/Parts, nutzt Page 1, lädt nur ML-Programme; man benötigt dafür C/D Kopierprogramme)
c) CasDis 1982 von Vervan bzw. CasDis 1985 von (erstellt Bootdisks, max. 8 Parts, max. 42k je Part, lädt ML und BAS Programme)
d) LDS-C-Emulator von U.Petersen (nutzt DOS 2 Diskfiles, lädt nur ML-Programme, man benötigt dafür C/D Kopierprogramme)
e) Transdisk 4 bzw. Transdisk IV (erstellt pseudo-Filedisks mit ca. 15k langem Bootprogramm, lädt BAS und ML-Programme, lädt und kopiert auch non-standard tape blocks von Novagen, etc., ist super umständlich)
f) The Alchemist (erstellt pseudo-Bootdisks, jedoch ohne Bootcode; lädt nur ML-Programme, man muss einen von 8 verfügbaren Bootcodes von der Alchemist Disk laden, bevor man die pseudo-Bootdisk laden kann)
Diese Programme findet man bei atarionline.pl, bei pigwa und anderswo zum Download.

3) Software-Freezer, die von ML-Programmen selbststartende 90k Bootdisks erstellen:
a) The Reset Machine (nutzt u.a. die Break-Taste, habe mir damit bei einer Tastatur die Break-Taste abgebrochen oder "I breaked [broke] the Break key" ;-) )
b) The Freezer! vom gleichen Autor wie Transdisk 4 (lädt ein Old-OS in den XL/XE, also laufen damit nur Programme, die kein RAM unter dem OS nutzen; alte Tapes benötigen jedoch keine Translator Disk mehr; Select+Option zum freezen, Start zum abspeichern)
c) ProCopy (so der Filename, richtiger Name unbekannt; bootet Tape, Tape+ROM, Disk, Disk+ROM; HELP-key zum freezen und abspeichern; leider laufen nur ganz wenige Programme damit)
Die Reset-Machine findet man auf Abbuc Magazin 32, den Rest bei atarionline.pl und anderswo.
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