Toller Vortrag: Diskettenlaufwerke am Beispiel der C1541

Toller Vortrag: Diskettenlaufwerke am Beispiel der C1541
21.10.2020 um 12:29 Uhr von cas
es geht zwar um die Commodore 1541 (und nicht um die 1050), aber ich habe noch nie so viel über Diskettenlaufwerke gelernt wie aus diesem tollen Vortrag von Michael Steil

https://media.ccc.de/v/vcfb20_-_149_-_d ... hael_steil

Auch die Folien und die Praesentation sind spitze
Toller Vortrag: Diskettenlaufwerke am Beispiel der C1541
Benutzeravatar22.10.2020 um 16:48 Uhr von Erhard
Hi,

ich hab mir nicht nur das Video angesehen sondern auch noch Artikel über GCR Kodierung und Dekodierung sowie "GCR decoding on the fly".

Ich hatte nie gedacht, daß der C64 _so_ anders ist als der Atari. Wenn ich das richtig verstanden habe gab es für den C64 grundsätzlich kein DOS zum Laden, vielmehr hatte die 1541 eine "eingebaute" Dateiverwaltung. Sie bekam über die serielle Schnittstelle den Auftrag "Gib mir die Datei MYPROG.PGM" und das hat sie dann rausgerückt, soweit es vorhanden war.

Außerdem hatte die 1541 keinen Floppycontroller, sondern der Zugriff auf die Bits auf dem Datenträger wurde direkt von einer 6502 über eine VIA erledigt, wenn ich auch das richtig mitgeschnitten habe?

Und dann die Schreib-/Lesetaktanpassung mit ZBR in den 4 Diskzonen, echt jetzt. Da hat es sich die 1050 mit einem Controller und festen 18 Sektoren pro Spur und FM fast einfach gemacht....

CU, Erhard
Re: Toller Vortrag: Diskettenlaufwerke am Beispiel der C1541
22.10.2020 um 17:09 Uhr von pps
Erhard, es hat seine Gründe, warum man beim C64 häufig Leute fand, die die Floppy für unnötig hielten. Normal war Datasette dort kaum langsamer. Die erste Erweiterung zur Floppy war immer ein Speeder.

Am Atari wollte kaum einer lange nur Datasette haben, aber Floppy ohne Speeder war nicht so wild.
Toller Vortrag: Diskettenlaufwerke am Beispiel der C1541
Benutzeravatar22.10.2020 um 17:44 Uhr von Erhard
Hi,

pps hat geschrieben:Erhard, es hat seine Gründe,


oh, das sollte keine Lobhuddelei auf den C64 sein. Im Großen und Ganzen scheinen Teile des Konzepts eher umständlich, auch wenn mit dem seriellen Protokoll quasi die Floppy selber Daten zum Drucker schicken konnte.

Aber ohne FDC hat man quasi Direktzugriff auf die Bits auf der Floppydisk und damit läßt sich halt sehr viel anstellen.

Obwohl ich 6502 Assembler kann bin ich durch "GCR decoding on the fly" bislang nicht mal annähernd durchgestiegen. Das fäng damit an, ob die Zuordnung der Quintuples zu den 16 Kombinationen der Nibbles von Commodore willkürlich festgelegt wurde oder ob es für die Zuordnung einen zwingenden Grund gibt.

Ich käme ohne einen Code wie

- LDA DISKBYTE
- LSR (so oft wie nötig) (und schon sind dummerweise Quintuple-Bits vom nächsten Nibble wech)
- TAX
- LDA Q1TAB,X

nicht aus. Und das würde so nicht mal funktionieren. Ich müßte Zwischenspeichern und Zurücklesen ohne Ende. Kein Wunder, daß die Anfangs die 320 Bytes mal erst so weggespeichert und dann im Nachgang bearbeitet haben.

CU, Erhard
Re: Toller Vortrag: Diskettenlaufwerke am Beispiel der C1541
Benutzeravatar30.10.2020 um 01:05 Uhr von cpg
Schöne Präsentation...
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