“Völz-Buch“ und Korrekturen
Super, dass Du Dein Projekt vollendet hast, das “Völz-Buch" einzuscannen. Bei der Gelegenheit möchte ich drei Stellen mit Korrekturbedarf erwähnen.
Entgegen dem ersten Absatz auf Seite 124 sollte bei
INPUT kein Prompt verwendet werden. Das mag auf dem Atari klappen, ist aber nicht auf allen anderen Computern möglich und deswegen in den BasiCode-Regeln verboten (vgl. Manual S. 8). Es sollte also die Form
PRINT “prompt“: INPUT variable
verwendet werden. Weiterhin kann mit einem Befehl nur eine Variable übergeben werden, nicht eine Liste von mehreren.
Das Programm in Kapitel 6.6 muss (Seite 163) um die Zeile
1405 ZE=VAL(A$)
ergänzt werden, sonst wird die Grafik immer nur bis zur Höhe 1 (Default-Zuweisung in Zeile 1140) gezeichnet.
Auch im Musikprogramm (Kapitel 6.7) würde
2530 GOSUB 260: Z=INT(RV*5)+1: GOSUB 260: Z=Z+INT(RV*5)+1
besser dem Erzeugen einer Zufallszahl durch zwei Würfel entsprechen.
Schallplatte
Kann jemand klären, welches Segment aus den Audiodateien für welchen Rechner ist und mir zurückmelden?
Dein Anliegen mit den Audiodateien habe ich mal ins Robotrontechnik-Forum weitergeleitet:
https://www.robotrontechnik.de/html/for ... 669f46d1bc .
Für mein Teil würde ich schon einmal Deine Vermutungen 2 x C64 (zwei gleich lange, mit zwei unterschiedlichen Phasenlagen, vgl. dritter Satz in Kapitel 5.5) und CPC (Basic-Blöcke und Maschinencode-Blöcke) teilen.
Während ich diesen Beitrag schrieb, kam auch schon die Antwort:

- Tracks.png (55.02 KiB) 1397 mal betrachtet
Hast Du eigentlich Schäden durch Kratzer korrigieren müssen? Ich hatte die Tracks von mehreren Exemplaren der Schallplatte auf Tonband überspielt und aus den Aufnahmen den Bascoder für den CPC zusammengestoppelt, von einer einzigen Platte wäre es vermutlich nicht gelungen.
Altirra-Versionen
BC-Tom hat geschrieben: ↑16.11.2025 14:20
Bei mir klappt es nur mit einer alten Altirra-Version (2.40-test1) (…)
Ich vermute, dass du ein falsches OS bzw. den falschen Atari ausgewählt hast. (…)
Danke für den Rat zu meiner Frage: daran lag es tatsächlich, kaum waren die richtigen ROMs ausgewählt, schon funktionierte es (siehe Screenshot).
BasiCode und Turbo-Basic
Kann man BasiCode-Programme unter Turbo-Basic verwenden? Sender Eriwan würde antworten “Im Prinzip ja, aber…“.
Vor über drei Jahren hatte ich am ABBUC-Programmierwettbewerb teilgenommen und knapp den letzten Platz verfehlt:
https://abbuc.de/aktivitaten/software- ... erb-2022/ .
Der erste Teil des Programms zum Darstellen von Grafiken anderer Computer ist ein Versuch, einen Bascoder für Turbo-Basic zu erstellen. Hier stelle ich ihn separat vor, ausführlich kommentiert, damit er leichter nachzuvollziehen ist.
Es besteht das Problem, dass die meisten Computer ein Basic verwenden, das auf dem von Microsoft basiert. Gerade die Zeichenkettenbefehle weichen zu sehr von denen des Basics des Atari ab. Außerdem existieren string arrays überhaupt nicht. Damit sind die meisten BasiCode-Programme leider nicht nutzbar, man wird nur wenige finden, die diese beiden Dinge nicht verwenden.
Anbei ist ein Diskettenabbild
mit dem unfertigen Bascoder und einem kleinen Programm. Beide sind in Textform, müssen also mit ENTER geladen werden. Die ersten vier Zeilen des Programms sind im Bild

- TEST.png (32.49 KiB) 1397 mal betrachtet
gelistet.
Das Programm gibt an zufälligen Positionen einen dreizeiligen Text aus und löscht ihn wieder.
Die Dimensionierung in Zeile 1020 ist nicht erforderlich, diese Textvariable wird bereits im Bascoder dimensioniert.
Hier tritt eine weitere Differenz zwischen Turbo-Basic und BasiCode zutage: in BasiCode müssen Stringvariablen überhaupt nicht dimensioniert werden, mit DIM F$(12) würde ein Feld mit 13 Zeichenketten beliebiger Länge (üblicherweise bis 255) angelegt werden.
Wegen solcher Unvereinbarkeiten sah Andreas Graf einen Ausweg nur darin, ein eigenes Basic zu schreiben. Es gibt auch andere Computer, für die dieser Weg gewählt werden musste, z. B. Z1013, AC1.
Der begonnene Bascoder hat also offenbar keine Aussicht, einmal komplett zu werden, für einfache Programme ist er verwendbar, aber schon hierbei müssen im Programm ab Zeile 1000 Atari-spezifische Befehle verwendet werden, wodurch diese Programme nicht auf andere Computer übertragbar wären.