Fujiama 2022

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Diese Seite behandelt die ATARI-8-Bit-Computerserie und speziell die Benutzeroberflächen "BOSS-XL", "BOSS-XE" und "BOSS-X", die hier als Freeware erhältlich sind.

Blog

April12

... letzter Blog-Eintrag

Der ATARI als Linux-Terminal

Eine Anleitung, wie man seinen ATARI als Konsole für ein modernes Linux-System verwenden kann. Diese Anleitung bezieht sich hauptsächlich auf debian-Linux, kann aber auch mit jeder anderen Linux-Distribution verwendet werden.

Zunächst die Voraussetzungen, die Ihr Setup erfüllen muss:

Hardwarevoraussetzungen:
ATARI-Seite:
  • ATARI 400 bzw. ATARI 130XE
  • SIO2PC-Übertragungskabel oder das Turbo-Link
PC-Seite:
  • min. 1 freier serieller Anschluss
erforderliche Software:
ATARI-Seite:
  • Ice-T Terminal Emulator für ATARI 130XE (Shareware)
  • für ATARI 800 Computer verwenden Sie eine ältere Version des Programms
PC-Seite:
  • debian GNU/Linux (oder andere Distribution)
  • getty (bei debian standardmäßig installiert) o.ä. Programm
  • falls Sie Linux unter Windows verwenden möchten: qemu 0.8.1

Um nun den ATARI als Terminal zu benutzen, richten wir als erstes die Software auf dem ATARI ein. Ice-T wird zusammen mit einigen Modem-Treibern mitgeliefert, die alle entsprechende "R:"-Handler zur Verfügung stellen. Der Treiber, der Verwendet werden soll, muss in "RS232.COM" umbenannt werden, damit Ice-T ihn vorlädt. Um mit dem SIO2PC eine Terminal-Verbindung zum PC herzustellen, empfielt es sich, den Treiber "BOBTERM.HND" zu verwenden. Benennen Sie also diese Datei in "RS232.COM" um. Das war's schon. Um nun Ice-T zu laden, stellen Sie sicher, dass die RAM-Disk leer ist (nur 130XE-Version). Laden Sie Ice-T. Ice-T lädt den Treiber nun automatisch vor. Sollte es während der Ausführung von Ice-T zu Problemen bei der Bildschirm-Darstellung kommen, waren vermutlich Datenreste in Ihrer RAM-Disk. Schalten Sie dann Ihren ATARI aus und warten Sie ca. 15 Sekunden. Schalten Sie das Gerät wieder ein und versuchen Sie es erneut.

Richten wir nun die Software auf dem PC ein:
Falls Sie unter Windows arbeiten und keine Lust haben, Ihre Festplatte umzupartitionieren, dann empfehle ich den PC-Emulator "qemu" ab Version 0.8.1. Dieser stellt einen kompletten PC zur Verfügung, in den Sie dann Linux installieren können.

QEMU installieren
QEMU ist ein kostenloser PC-Emulator, in den man ein komplettes Linux hineininstallieren kann. Um QEMU zu installieren, laden Sie von dieser Seite die neueste Version herunter und entpacken Sie das ZIP-Archiv. Legen Sie eine neue Textdatei an und benennen Sie diese in eine Batch-Datei um, z.B. in Linux.bat. Tragen Sie folgendes ein:
@echo off rem debian Linux 3.1r2
rem ------------------

START qemu.exe -L . -m 128 -hda Linux.img -localtime -soundhw sb16 -serial COM1 -boot d
Jetzt legen wir ein neues Festplatten-Image an (für ATARI-Freaks: das ist sowas, wie eine ATR-Datei für PC's). Dazu öffnen Sie eine Eingabeaufforderung, wechseln in den QEMU-Ordner und tippen folgendes ein:

qemu-img create Linux.img 400M

Linux installieren (debian)
Hier wird kurz beschrieben, wie man Linux installiert. Ist heutzutage eigentlich keine große Sache mehr, da die Installer immer besser und Linux selbst natürlich auch immer benutzerfreundlicher werden. Da ich debian-Linux bevorzuge, die Installation aber nicht so schön klickibunti abläuft, beschreibe ich die Installation genau dieser Linux-Distribution.
Laden Sie die neueste debian-Linux-ISO-Datei herunter. Diese gibt's auf www.debian.de. Am besten, Sie laden sich die Net-Install-ISO, die ist nur knapp über 100MB groß (besser, als zwei DVD-Iso's zu laden). Die eigentlich zu installierenden Daten werden erst während der Installation heruntergeladen.
Linux ist ein sicheres Mehrbenutzersystem, Sie werden daher aufgefordert, einen Benutzer anzulegen. Den Benutzernamen und das Passwort, das Sie jetzt eingeben, müssen Sie sich unbedingt merken, das sind die Anmeldeinformationen, die Sie benätigen, um sich vom ATARI aus bei Linux anzumelden.
Desweiteren werden Sie gebeten, ein Passwort für den root-Account einzugeben. Dieses Passwort ist besonders wichtig, um später Änderungen am System vorzunehmen, u.A. auch, um das serielle Terminal zu öffnen, damit wir vom ATARI aus Zugriff auf Linux haben.
Während der Installation werden Sie gefragt, welche Komponenten Sie installieren möchten. Standardmäßig ist das Desktop-System angekreuzt. Da wir Linux hier in einen Emulator installieren, der bereits auf einer grafischen Oberfläche läuft und wir ohnehin auf dem ATARI keinen Desktop bedienen werden, wählen Sie auch diesen Punkt ab. Falls allerdings Sie diese Gelegenheit gleich nutzen, um Linux auf dem echten PC zu installieren, dann installieren Sie ruhig das Desktop-System. Das textbasierte Linux, welches wir für den ATARI benutzen wollen, ist natürlich trotzdem in vollem Umfang vorhanden.
Unser virtueller PC qemu hatte vor der Linux-Installation vom CD-ROM-Image gebootet. Zum Starten von Linux müssen wir das jetzt natürlich umstellen, so dass von der virtellen Festplatte gebootet wird. Dazu entfernen wir aus unserer vorhin angelegten Batch-Datei Linux.bat (so im Beispiel oben genannt) die Option -boot d, so dass in der Kommandozeile nur noch steht

START qemu.exe -L . -m 128 -hda Linux.img -localtime -soundhw sb16 -serial COM1

Das serielle Terminal öffnen
Melden Sie sich mit ihrem Benutzernamen und Passwort am Linux-System an. Um das serielle Terminal zu öffnen, geben Sie unter debian Linux folgenden Befehl ein:

su

gefolgt von dem root-Passwort. Geben Sie nun ein

vi /etc/inittab

Es öffnet sich der Standard-Texteditor von Linux. Suchen Sie folgende Zeile:

#T0:23:respawn:/sbin/getty -L ttyS0 9600 vt100

Gehen Sie mit dem Cursor genau auf das Raute-Zeichen ("#") und drücken Sie dann die Taste 'x'. (Anmerkung: falls Sie Linux auf einem echten PC installiert haben und das SIO2PC-Interface an der COM2-Schnittstelle, so entfernen Sie die Raute vor der nachfolgenden Zeile!).
Speichern und verlassen Sie diese Textdatei mit der Tastenkombination ":wq<enter>" (Doppelpunkt, W, Q, Enter).
Starten Sie Linux neu (eigentlich geht das ganze auch ohne Neustart, ich weiß aber jetzt selbst nicht, wie), in dem Sie den Befehl

reboot

eingeben.
Nachdem Linux neu gestartet wurde, sollte jetzt, vorausgesetzt, das ATARI-Terminal läuft noch, die Anmeldeaufforderung auch auf dem ATARI zu sehen sein. Das war's, Sie haben es geschafft. Nun können Sie ein Linux-System am ATARI benutzen.

Neuigkeiten

Jan01

ics-Abonnement des ABBUC Veranstaltungskalender abgeschaltet

In die ics-Datei, die Ihr bis vor Kurzem noch mit den meisten Kalenderprogrammen abonnieren konntet, hatte ich die ABBUC-Veranstaltungen des laufenden Jahres von der Veranstaltungsübersicht der ABBUC-Webseite eingetragen. Dieses ics-Abonnement endet mit dem neuen Jahr. Stattdessen verweise ich nun auf die Rubrik Treffen und Ausstellungen im ABBUC-Forum.

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