F-16 Falcon Strike 2.0.2
Ein Updatetest von Dietrich
Es ist nun schon über ein Jahr her, seit der hervorragende Kampfflugsimulator „F-16 Falcon Strike“ veröffentlicht wurde.
Zur Erinnerung: Im Simulator fliegen wir eine F-16, die mit unterschiedlichen Waffen ausgerüstet werden kann, um verschiedene Ziele wie Kampfjets, Bomber, Panzer und Flugabwehrstationen zu zerstören. Aber diese wehren sich ihrerseits mit Bordkanonen- und Raketenbeschuss. Und auch das abschließende Landen auf der Landebahn unseres Heimatflughafens ist nicht gerade einfach.
Neben einer fantastischen Grafik, in mehreren Updates verbesserten Soundeffekten und mehreren Wetterlagen – auch nachts – bietet der Simulator sechs Trainingsmissionen und eine ganze Kampagne aus 15 Missionen, die ein fortlaufendes Geschehen bietet.
Die einzigen Nachteile sind, dass man bei den Missionen erst einmal zum Ziel hinfliegen muss, bevor die eigentliche Action startet, was schon eine Weile dauert. Und wenn man die Kampagne durchgespielt hat, was nicht einfach ist, wären weitere Missionen eigentlich auch ganz nett.

Diese Mankos hat der Autor im Januar mit dem Update 2.0.2 aus dem letzten Quartal behoben: Auf dem Startbildschirm gibt es nämlich nun vier weitere Spielmodi:

WARFARE: Dieser Modus startet nach einem Auswahlscreen für die Schwierigkeit („Difficulty“) und die Zielanzahl („Map Difficulty“) ohne langwierige Vorbereitung, vollbewaffnet – eigentlich überbewaffnet – gleich in der Luft in der Nähe der Gegner. Ziel ist es, alle feindlichen Depots und Flugplätze zu zerstören sowie Städte einzunehmen, was automatisch erzeugte Bodentruppen erledigen. Der Computergegner tut natürlich das Gleiche. Genau das Richtige für Action-Fans!
Interessant ist dabei, dass die Mission aus einer 16-Bit-Seed-Nummer komplett generiert wird. So kann man einerseits eine Mission erneut spielen als auch eine neu erzeugte Mission starten, indem man sich eine neue Seed-Nummer generieren lässt oder eintippt.
QUICK GAME: Das ist für Leute, die es ganz eilig haben: Hier wird einfach direkt „Warfare“ mit Map Difficulty 5 gestartet. Aber Vorsicht: Die voreingestellten Schwierigkeiten sind hoch. Besser erst mal „Warfare“ wählen und zumindest die „Enemy Experience“ auf „Easy“ stellen, sonst wird man recht schnell abgeschossen.

GENERATOR: Hier wird ebenfalls aus einer 16-Bit-Seed-Nummer eine ganze neue Kampagne mit mehreren Missionen generiert. In jeder Mission hat man ein Haupt- und ein Nebenziel zu erfüllen. Wer also die weiterhin vorhandene Original-Kampagne, Menüpunkt „CAMPAIGN“, durchgespielt hat, bekommt hier eine fast unbegrenzte Anzahl neuer Kampagnen geschenkt. Natürlich ähneln die sich, aber die Zielorte und Ziele sind jedes Mal anders.

SINGLE: Wie GENERATOR, es wird aber nur eine einzelne Mission gespielt.
Daneben gibt es auch viele weitere Verbesserungen. So gibt es endlich eine Warnung, wenn man bei eingefahrenem Fahrwerk zu tief fliegt, sodass man nicht mehr ständig ein Auge auf der Höhenanzeige haben muss. Auch ein paar weitere Soundeffekte wie das Ein- und Ausfahren des Fahrwerks haben es ins Spiel geschafft. Gewöhnungsbedürftig ist aber, dass nun die Entfernung zum Ziel auf dem rechten Multifunktionsdisplay Nr. 2 in Vielfachen von 256 angezeigt wird, wenn sie größer als 256 ist. So bedeutet „2M“, dass die Entfernung zwischen 256 und 512 liegt. Das vereinfacht die Quadratwurzelroutine im Spiel, was den Simulator nochmals schneller macht.
Wie immer stehen alle Details zum Spiel auf der Webseite https://webchrono.pl/F16FalconStrike/index.html zur Verfügung. (Für eine kurze Einführungsanleitung siehe ABBUC-Magazin 159.) Besser geht es nicht! Insgesamt ein fantastisches Update des besten Kampfflugsimulators für den Atari!
Meine Wertung:
- Grafik: 10
- Sound: 8
- Spielspaß: 10
Gesamtwertung (3 Tester):
- Grafik: 9,3
- Sound: 7,7
- Spielspaß: 8,0
Gesamt: 8,2